Herzszintigramme

Herzszintigramme

Die Herzszintigraphie (Myokardszintigraphie) wird durchgeführt bei Patienten mit unklaren Brustschmerzen, auffälligen EKG Veränderungen, Risikopatienten (zum Beispiel Diabetiker, familiäre Fettstoffwechselstörung), Herzrhythmusstörungen oder nach Herzinfarkt sowie nach Bypassoperation. Die Herzszintigraphie ist eine sehr gute und im Vergleich zum Herzkatheter nicht-invasive Methode zum Nachweis oder Ausschluß relevanter Durchblutungsstörungen bei der koronaren Herzkrankheit oder auch Teilschichtschäden, bei der nicht die gesamte Herzwand betroffen ist. Im Gegensatz zum Herzkatheter werden auch Durchblutungsstörungen aufgrund von Veränderungen der winzigsten Arterien nachgewiesen (z.B. bei Diabetes mellitus) und die Risiken einer invasiven Herzkatheteruntersuchung werden vermieden.

Die Herzszintigraphie wird grundsätzlich als Schichtuntersuchung (Myocard- SPECT) durchgeführt und ist eine Messung der Herzdurchblutung. Hierzu wird eine spezieller Durchblutungs-Marker (Technetium-99m-2-Methoxyisobutyl-isonitril oder Technetium-99m-Tetrofosmin) in die Vene eingespritzt.

Die Untersuchung beruht auf dem Vergleich der Herzdurchblutung unter maximaler Belastung mit der unter Ruhebedingung, d.h. es sind in der Regel zwei Aufnahmen erforderlich. Diese werden in der Regel an einem Tag durchgeführt.

Die Herzbelastung wird entweder mit Fahrradergometer wie ein Belastungs-EKG oder aber auch, falls dies nicht möglich ist, mit medikamentöser Belastung durchgeführt und zum Schluss der Belastung wird das Radiopharmakon in die Vene eingespritzt.

Untersuchungsvorbereitung:
nüchtern und ohne Medikamente am Untersuchungstag (Herz- oder Bluthochdruckmedikamente)
Schuhwerk, das die Belastung auf dem Fahrradergometer ermöglicht
fetthaltige Mahlzeit (zum Beispiel Wurst-oder Käsebrot, Ei) mitbringen.
Beachten Sie bitte auch, dass Koffein oder Teein eine eventuelle medikamentöse Belastung unmöglich machen. Daher bitte am Tag der Untersuchung keinen koffeinhaltigen Kaffee oder schwarzen Tee konsumieren.

Bitte planen Sie jeweils für die Ruhe- und Belastungsuntersuchung mindestens 3 Stunden ein.