Radiosynoviorthese

Radiosynoviorthese

Die RSO ist eine Methode zur Behandlung von entzündlichen Gelenkerkrankungen (Arthritis, aktivierte Arthrose) mit so genannten Betastrahlern. Dies sind Radionuklide, die ß- Strahlung aussenden. Diese haben die Eigenschaft, dass sie nur eine kurze Reichweite besitzen und im Gelenk die entzündliche Aktivität vermindern durch Zerstörung von Entzündungszellen und entzündlich veränderter Synovia (Gelenkschleimhaut). Je nach Größe des Gelenkes kommen verschiedene Radionuklide mit jeweils unterschiedlichen Reichweiten zum Einsatz: Rhenium-186, Erbium-169, Yttrium-90.

Das entsprechende Radionuklid wird unter Röntgenkontrolle in das Gelenk injiziert. In den darauf folgenden 48 Stunden sollte das Gelenk nicht belastet werden. Der lindernde Effekt tritt bei über der Hälfte der behandelten Fälle ein und hält mehrere Wochen bis Monate, in manchen Fällen Jahre an.